Die erhoffte Marktlücke

P-Seminar Maristenschüler entwickeln Bildkalender für Unternehmen

Das Auftreten stimmt schon einmal: Alexander Krischik und Stefan Bartenschlager erscheinen im Anzug zum Gespräch, ganz im Business-Stil. Es gehe ja schließlich auch darum, Seriösität zu vermitteln, sagt Krischik.

Gemeinsam mit gut einem Dutzend anderer Schüler aus der elften und zwölften Jahrgangsstufe des Maristenkollegs haben Krischik und Bartenschlager ein Unternehmen gegründet. Sie wollen für heimische Firmen einen individuell gestalteten Kalender anbieten.

Krischik und Bartenschlager haben die Idee im Rahmen eines P-Seminars entwickelt. Auch andere Ideen, wie ein Schülerkalender oder Bonbons mit Mindelheimer Motiven standen zur Debatte. Letztlich entschieden sie sich aber für den Firmenkalender. Eine schnelle Marktforschung hatte gezeigt: Das gibt es hier noch nicht.

Bei der Hauptversammlung wird ein Prototyp vorgestellt

Die Grundsatzentscheidungen sind schon gefallen. Hoch- oder Querformat, Loch oder Haken, matt oder glänzend, Ringbuchbindung oder geklebt. Bei der Jahreshauptversammlung am 19. Januar in der Aula des Maristenkollegs muss sich der Unternehmensvorstand erstmals erklären. Bis dahin soll es auch einen Prototypen des „CalendAs" geben, wie das Produkt heißen soll.

Die Aktionäre werden sich sicherlich freuen, wenn sie etwas Handfestes zu Gesicht bekommen. Die Spielregeln in dem P-Seminar sind nämlich die gleichen wie in der realen Wirtschaft auch. Das Geld stammt von Investoren, 90 Aktien zu je zehn Euro. Und das weiß man ja: Ein Aktionär kann schnell ungemütlich werden, wenn mit seinem Geld nicht ordentlich gearbeitet wird.

Das Ziel am Ende des Projekts sei es, sagt Bartenschlager, das Unternehmen in die Gewinnzone geführt zu haben. Dafür gibt es dann Punkte. Alles wird genau bewertet. Für ordentliche Buchführung gibt es ebenso Punkte wie für gelungene Werbeaktionen oder gute Öffentlichkeitsarbeit.

Nach anderthalb Jahren wird dann ein Sieger gekürt. „Wäre schon schön, wenn wir als Mindelheimer uns da gegen die vielen Münchner Schulen durchsetzen könnten", sagt Krischik. (zif)

Zeitungsbericht der Mindelheimer Zeitung vom 30.12.2011
 

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