Solarboote und Windturbinen

Neuntklässler der Realschule stellen ihre Projektarbeiten vor

Mindelheim Aufgeregt stehen Marc Hintner, Anton Kögel und Armin Nuffer auf der Bühne im großen Musiksaal des Maristenkollegs. „Der Turm ist der schwerste und teuerste Teil“, beginnt Armin Nuffer den Vortrag über den Bau und die Funktion einer Windturbine. Mit dem Thema hat sich das Trio im Rahmen einer Projektarbeit beschäftigt und das Windrad als Kraftwerk genauer unter die Lupe genommen. Nun präsentieren die drei Schüler der neunten Klasse Realschule sowie acht weitere Gruppen ihre Ergebnisse.

Deren Themenspektrum reichte von Mindelheim während des Zweiten Weltkriegs über die Jugendkriminalität bis hin zur Bedeutung der AOK im Unterallgäu.

Auf einer Leinwand erscheint das Bild einer riesigen Windturbine und die Jugendlichen zählen deren Standorte in der Nähe auf. Der Begriff „Unterallgäu“ spielte bei den Arbeiten eine entscheidende Rolle. Alle bearbeiteten Themen hatten nämlich einen Bezug zu unserer Region.

„Zu Beginn der Projektarbeiten bildeten die Schüler Gruppen, die jeweils aus zwei bis drei Jungen bestanden“, erzählt Maria Schmölz, die Deutschlehrerin. Aus einer Reihe von Vorschlägen aus den Bereichen Geschichte, Technik und Soziologie, konnten sich die Gruppen ein Thema aussuchen.

Acht Wochen hatten die Schüler dann Zeit, in Eigenarbeit mehr über das gewählte Thema herauszufinden. Sie trafen sich dazu außerhalb des Unterrichts an den Wochenenden oder noch während der Osterferien. „Sie organisierten beispielsweise selbstständig ein Interview mit einem Sparkassenleiter oder eine Besichtigung bei der Firma Grob“, so Schmölz.

Andere Gruppen bauten beispielsweise ein Modell einer Windturbine oder ein Solarboot oder untersuchten die Zusammensetzung einer Sonnencreme genauer. Anschließend mussten sie ihre Ergebnisse präsentieren und ein Portfolio, eine Art Sammelmappe, anlegen. Diese beinhaltet Bilder, Statistiken und Texte zum jeweiligen Thema.

Ähnlich wie eine Facharbeit im Gymnasium

Die Arbeit ähnelt einer Facharbeit, die die Schüler in der Oberstufe des Gymnasiums schreiben müssen. Die Projekte betreuten Fachlehrer, die bei Fragen und Problemen ein offenes Ohr hatten und ihren Schülern auch bei der Beschaffung von Material behilflich waren.

„Nun habt ihr alle bei dieser Projektarbeit wichtige Erfahrungen gemacht und gelernt, dass ein sicherer Vortrag besser gelingt, wenn man sich ausreichend vorbereitet hat“, waren die abschließenden Worte von Maria Schmölz. Anschließend erhielten alle Schüler eine Teilnahmebestätigung und durften – ausnahmsweise – nach so viel getaner Arbeit schon früher nach Hause gehen. (jab)

Zeitungsbericht der Mindelheimer Zeitung vom 03.06.2011
 

Aktuelles Gymnasium