Eine hilfreiche Ideenbörse
Infotage bei Maria Ward und den Maristen.
Mindelheim Jedes Jahr das gleiche Bild. Großes Gedränge in den Gängen der Maria-Ward-Realschule. Mehr als 2500 Besucher strömten wieder durch die „offenen Türen“ der Lehranstalt, um deren vielfältiges Bildungsangebot kennenzulernen. Der Rundgang durch die Klassenzimmer wurde für sie zu einer Entdeckungsreise ins „Land des Lernens und Musizierens“.
Beim großen Schulfest vermittelten etwa 60 Aktionen – Ausstellungen, Workshops und Wettbewerbe – einen eindrucksvollen Einblick in die pädagogische Arbeit. Die große Ideenbörse hatte wie immer auch eine soziale Komponente. Hilfe zur Selbsthilfe wollen die Schülerinnen leisten und ein großes Schärflein zum Bau eines Trinkwasserbrunnens im Dorf Donsasso in Mali beisteuern (wir berichteten). Beim Schulfest stellte die Streicherklasse ihre Instrumente vor und gab vor großem Publikum Kostproben ihres Könnens.
Wie riechen oder fühlen sich Dill, Zitronenmelisse, Kaffebohnen, Zimt oder Lavendel an ? Auf einem Parcours der Sinne ließ sich das leicht erraten. Gerne ließen sich die Besucher auch in die Welt der Technik entführen, wo kleine Roboter programmiert wurden und das Laufen lernten.
Im Zeichensaal konnte man die von den Klassen 5 bis 7 ausgestellten, „fantastischen Exponate“ aus Natur und Tierreich genauer unter die Lupe nehmen oder kleinen wie großen Künstlerinnen beim Bemalen von Ostereiern über die Schulter schauen. Recht lustig ging’s beim Kinderschminken zu. Wer da nicht anstehen wollte, konnte sich derweil im Studio „einzigARTIG“ zur Erinnerung an einen turbulenten Tag ein Schattenporträt aus Papier schnippeln lassen. Im Foyer verkauften Schülerinnen bei einer Tombola Blumen für einen guten Zweck und weckten damit Frühlingsgefühle bei ihren Kunden. Wer seinen Wissensdurst gestillt hatte, steuerte Cocktailbar und Bistro an. Bei Quiche, Käsebaguette und französischen Chansons unter dem Eiffelturm ließ es sich herrlich entspannen.
Von 1500 Besuchern förmlich überrollt wurden auch die Lehrkräfte des Maristenkollegs. „Bei dem Riesenandrang gingen uns zeitweise die Führer aus“, berichtete Oberstudiendirektor Gottfried Wesseli. Am Tag der offenen Tür informierten sich Eltern und Nachwuchs, was Unterrichtspläne, Einrichtungen und Internat so alles zu bieten haben. Viel Wert wird bei den Maristen auf die Kooperation von Gymnasium und Realschule gelegt. So wurde Eltern und ihren Sprösslingen vor allem „ein extrem durchlässiges Schulsystem“ schmackhaft gemacht. In der Praxis bedeutet dies: Bequemer Wechsel von einer in die andere Lehranstalt.