Wo im Chaos System ist

Fabian Ritzel und Michael Höse haben eine Kombination aus Faden- und Federpendel entwickelt

Mindelheim Michael Höse (17) und Fabian Ritzel (16) vom Maristenkolleg sind bereits alte Hasen bei „Jugend forscht“, dem Wissenswettbewerb unserer Zeitung. Trotzdem hat das Projekt für sie nichts von seinem Reiz verloren. Dies liegt unter anderem daran, dass sie im letzten Jahr nur knapp am Sieg vorbeigeschrammt sind. Um den zweiten Platz vom Vorjahr noch zu toppen, haben die beiden nochmals an ihrem Versuchsaufbau des elastischen Fadenpendels getüftelt.

Wenn man ein Fadenpendel anstößt, schwingt es im Normalfall von einer Seite zur anderen. Ein Federpendel springt dagegen von oben nach unten. Michael und Fabian kreuzten nun diese beiden Pendelarten. Das Ergebnis war ein elastisches Fadenpendel. Im Prinzip ist dies ein Federpendel, welches zu einer Seite hin, also wie ein Fadenpendel, ausgelenkt wird.

Dadurch entstehen recht wirre Pendel-Bewegungen. Nun allerdings fügten die Gymnasiasten des Mindelheimer Maristenkollegs ihrer Versuchsanordnung zusätzlich ein Kugellager und einen Magneten sowie eine Lampe mit UV-Licht bei, um einen genaueren Ausgangspunkt des Pendels zu erreichen und eine bessere Sicht auf die Bewegung des Pendels zu bekommen. Da sie die Schwingung des Pendels exakt aufzeichnen wollten, haben sie diese mithilfe von Fotografien und per Videoanalyse dokumentiert.

Ein Programm lieferte Versuchswerte

Michael und Fabian fragten sich jedoch, ob man diese Bewegungen nicht auch im Voraus berechnen könnte. Hierfür arbeiteten die beiden Teenager an einem Programm, mit dem man die Pendelbewegung simulieren kann, und siehe da: Die Ergebnisse sind tatsächlich identisch mit den Berechnungen der beiden Maristenschüler.

Dank ihres verbesserten Konzepts blicken Michael und Fabian dem Landesentscheid am Donnerstag und Freitag in Peiting optimistisch entgegen. „Natürlich wäre es toll, den Wettbewerb auf bayerischer Ebene zu erreichen“, so Michael. Doch Fabian ergänzt sogleich: „Auch wenn es nicht klappen sollte, hat uns die ganze Sache trotzdem wieder riesigen Spaß gemacht.“

Zeitungsbericht der Mindelheimer Zeitung vom 23.02.2011
 

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