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So, als gäbe es die Sommerferien gar nicht

Mindelheim Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich vor Jahren zu der verbalen Entgleisung hinreißen lassen, Lehrer seien „faule Säcke“. Die Stammtische der Republik waren begeistert, die Wirklichkeit ist in aller Regel eine andere.

Wer in diesen Tagen mitten in den Sommerferien am Maristenkolleg vorbeischaut, trifft naturgemäß nur wenige Pädagogen an. Und doch gibt es auch jetzt einzelne, die bereits das neue Schuljahr vorbereiten - zum Beispiel die Chefs Franz Kromer (Realschule) und Gottfried Wesseli (Gymnasium).

Wesseli ist manchmal sogar schon in aller Früh um 7 Uhr in der Schule, wie er gegenüber der MZ erzählt. Es gibt schließlich immer etwas zu tun an einer so großen Schule wie dem Maristenkolleg. Die Anfangskonferenz und die Fachbetreuerkonferenz gleich zu Beginn des Schuljahres Mitte September wollen vorbereitet sein. Dabei ist Wesseli derzeit.

Hinzu kommen Bauarbeiten, die in der unterrichtsfreien Zeit an der Schule laufen. Derzeit wird die zweite Pausenhalle saniert und Schall gedämmt. Vor einem Jahr war die andere Pausenhalle dran.

Eine große Herausforderung im neuen Schuljahr ist der Doppeljahrgang 12 und 13. Beide legen 2011 ihre Prüfungen fürs Abitur ab. Da muss besonders akkurat geplant werden.

Keine Sorgen bereiten dem Schulleiter derzeit die Lehrkräfte, die in ausreichender Zahl für das Maristenkolleg gewonnen werden konnten. 103 Pädagogen werden im neuen Schuljahr unterrichten. Auch in den Fächern Mathematik und in den Naturwissenschaften Chemie und Physik kann das Maristenkolleg laut Wesseli auf ausreichend viele Lehrkräfte zurückgreifen. An vielen anderen weiterführenden Schulen im Freistaat sieht es bekanntlich anders aus.

Im neuen Schuljahr wird es bei unveränderter Schülerzahl am Gymnasium 31 Klassen geben. Das ist eine mehr als 2009/10.

 

Zeitungsbericht der Mindelheimer Zeitung vom 25.08.2010