Maristentreffen in Cham

Am Freitag, den 27.04.2018 ging es um 7.30 Uhr morgens gutgelaunt mit dem Bus auf zum Pfingsttreffen der Maristenschulen nach Cham. Nach einer vierstündigen Fahrt mit einer kurzen Pause kamen wir, die 25 weibliche „Fremdkörper“ aus der neunten, zehnten und elften Klasse, endlich an der Maristenrealschule – nur für Jungs – in Cham an. Während die Schülerinnen der Q11 mit Unterstützung von ein paar Neuntklässlerinnen Werbung in den Chamer Realschulklassen für ihr künftiges P-Seminar-Projekt „Projekt MK – Inklusion all inclusive“ machten, wurde dem Rest der Truppe die Schule gezeigt.



Nachdem sich alle wieder zusammengefunden hatten, bewunderten wir vom höchsten Punkt der Schule (welcher auch der höchste Punkt der Stadt ist, weshalb die Chamer sich auch gerne als die „höchste Schule“ bezeichnen) die Stadt, durch die wir später geführt wurden und in einem Biergarten zu Mittag aßen. Zurück in der Schule lernten wir die Chamer Jungs kennen. Nach der Andacht in der kleinen Kapelle der Schule gab es Abendessen. In der Abendfreizeit gingen ein paar von uns nochmals mit Herrn Hacker und Frau Lüken-Mair in die Stadt, während Herr Diepold und die anderen Schülerinnen und Schüler die Zeit mit Sport und Gesprächen auf dem Schulgelände verbrachten. Dann hieß es auch schon „Gute Nacht“ in der Turnhalle der Schule – natürlich getrennt von den Jungs!



Als wir am Samstagmorgen um 6 Uhr freundlicherweise mit einem Fußball, der gegen ein Fenster der Turnhalle gedonnert wurde – unsere Reaktionen wollen wir lieber nicht vertiefen – geweckt wurden, standen wir alle dennoch mit einem Lächeln im Gesicht auf. Danach ging es zur Morgenandacht und dann zum Frühstück.

Zunächst wurden wir in verschiedene Gruppen aufgeteilt, um uns gegenseitig besser kennen zu lernen. Anschließend führte uns Herr Hans Staudner aus Cham, der Leiter des Pfingsttreffens, in das Thema des Pfingsttreffens, „Umweltschutz und Schöpfung“ mittels eines kleinen Vortrags und einiger schockierender Videos über Plastikmüll und Umweltzerstörung ein.



Dann machten wir uns in Kleingruppen auf, Leitfragen zu unserem eigenen Konsumverhalten und dem Erbe, das wir unseren Kindern hinterlassen wollen, zu beantworten. Außerdem überlegten wir, was für uns ein wirklich gutes Leben bedeutet. Wir absolvierten auch einen Umwelttest, der berechnet, wie viele Erden man bräuchte, wenn jeder so leben würde wie wir im Westen (www.fussabdruck.de). Die Ergebnisse waren für viele von uns sehr ernüchternd. Darauf aufbauend schrieben wir einen Brief mit Vorsätzen an uns selbst, die wir im kommenden Jahr umsetzen wollen, um „weniger Erde“ zu brauchen und was wir in unserem Leben verändern wollen. Diesen Brief werden wir in einem Jahr von Herrn Staudner zugesandt bekommen, um zu überprüfen, ob wir es geschafft haben oder nicht. Nach dem Mittagessen wurden uns verschiedene Workshops angeboten. Während die einen mit der Kunstlehrerin Johanna Aschenrenner Naturkosmetik herstellten, tobten sich andere künstlerisch auf dem Schulgelände aus oder recycelten alte Paletten zu (ikeawürdigen) Möbeln.



Nachdem wir eine wohlverdiente Freizeit genossen hatten, sammelten wir uns am frühen Abend pünktlich in der Kapelle zum letzten gemeinsamen Gottesdienst. In Verlauf der Messfeier brachte jeder Schüler seinen Vorsatzbrief als Fürbitte zum Altar. Anschließend war es leider schon wieder an der Zeit, Abschied zu nehmen und nach Hause zu fahren, da zu Beginn der Schulwoche einige Schulaufgaben anstanden, weshalb wir uns für eine frühere Heimreise entschieden hatten. Schließlich kamen wir alle wohlbehalten gegen Mitternacht wieder in Mindelheim an.

Wir alle haben die Zeit sehr genossen und würden jederzeit wieder zum Pfingsttreffen der Maristen nach Cham mitfahren. Vielen Dank auch an Frater Michael, der uns ebenfalls begleitete und die Kosten für die Busfahrt übernommen hat!


Rebekka Schnabel und Isabella Geistbeck, 9SN

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