Absolvia der Realschule

Für die 79 Absolventen der Realschule des Maristenkollegs in Mindelheim hieß es bei der Abschlussfeier Abschied nehmen von einer Zeit, die prägend für den weiteren Lebensweg sein wird. Bürgermeister und stellvertretender Landrat Stephan Winter sprach seine herzlichen Glückwünsche zum Schulfinale aus. Er gratulierte den Absolventen „zu der Ausdauer und Leistung, die viel Anerkennung und Respekt verdient.“ Den langen Weg durch die Schulzeit hätten sie nicht alleine gehen müssen. Eltern und Lehrer standen ihnen mit Rat und Tat und viel Rückenwind zur Seite. Der Einsatz habe sich gelohnt und eine gute Basis geschaffen. Winter sagte: „Es beginnt eine Zeit, in der die Eigenverantwortung für den neuen Lebensweg wächst, wo Sie beginnen selbst die Richtung zu bestimmen.“ Dazu wünschte der Bürgermeister auch die notwendige Portion Glück, Mut und Vertrauen zum eigenen Kurs. Es sei nicht immer der einfachste Weg der beste und nicht immer sei der Weg, den alle gehen, der reizvollste.

Egon Hartweg sprach im Namen des Elternbeirates und fragte: „Warum braucht man Ziele? Wenn Ihr Eure Ziele kennt, könnt Ihr Eure Energie gezielt einsetzen und das Leben so ausrichten, dass es tut, was es soll, nämlich Euch glücklich machen.“ Die ganze Welt stünde ihnen offen, sie sollten die Möglichkeiten nutzen. Die weitere Reise beginne immer mit dem ersten Schritt.



Diese jungen Männer starten nun in einen neuen Lebensabschnitt.
Das Kapitel „Realschule“ haben sie bereits hinter sich gebracht.


Für die Absolventen sprach Michael Martin: „Wir sind froh, dass wir die Schinderei hinter uns haben. Wir versuchen uns an die schönen Erlebnisse zu erinnern, wie die im Schullandheim, die uns in unserer Gemeinschaft stärkten.“ In der neunten Klasse sei es ziemlich ernst geworden. In der zehnten habe es manchmal Momente gegeben, die nur ihnen gehörten. „Die gemeinsam verbrachten Tage formten uns alle. Danke!“ Dabei bedachte er die einzelnen Fächer mit ihren eigenen Höhen und Tiefen, die sie gemeinsam mit den Lehrern geschafft hätten. Martin bedankte sich im Namen der Mitabsolventen für den großen Einsatz.

Direktorin Maria Schmölz hielt die Festrede. Ihr Thema: die Geschichte mit ihren gravierenden Veränderungen seit 1517. Das Motto „Ziel“ im positiven Sinn wollte sie den jungen Menschen mit auf den Weg geben. Martin Luther habe Gott dienen wollen. Ein einmal ins Auge gefasstes Ziel müsse nicht immer weiter verfolgt werden, wenn es nicht möglich sei, es zu erreichen. Es könne ein neues Ziel bestimmt werden. Manchmal seien es verschlungene Wege, die zum Ziel führten. Dadurch würden alle geduldiger, zäher und widerstandsfähiger. Es stünden viele Helfer am Wegesrand. Sie sagte: „Seid froh, dass wir in diesem Land leben, in dem die Freiheit ein großes Gut ist.“

Bei der Zeugnisvergabe erhielt jeder Absolvent eine Rose als Zeichen der Zuneigung. Außerdem symbolisiere die Farbenvielfalt der Rosen die unterschiedlichen Talente. Wilhelm Pfleger vom Vorstand der Bildungsstiftung des Maristenkollegs, die Freunde und Förderer, verlieh einigen Absolventen Sozialpreise. Den ersten Preis erhielt Michael Martin, die beiden zweiten Preise gingen an Markus Eisenburger und Andreas Braunmiller. Simon Schwarz bekam großen Applaus für das von ihm in den sechs Jahren akribisch geführte Klassenbuch.



Bei der Ehrung der Besten (v. li.): Direktorin Maria Schmölz, Lehrer Gerhard Kornprobst, Michael Martin (Note 1,3 und erster Sozialpreis), Markus Eisenburger (1,0 und zweiter Sozialpreis), Lehrer Markus Andlinger, Michael Mayer (1,0 und zweiter Sozialpreis. und 2. Sozialpreis) und Lehrerin Brigitte Spring.


Für die richtige Musik sorgte mit „Over The Rainbow“ und einem flotten „Can Can“ vor allem die Streichklasse von Susanne Glanz. Julian Leutelt gewann die Herzen der Gäste mit seinen Eigenkompositionen am Klavier. Er entführte alle auf „Way To Sun“ und zu den „Ziele“n. Hannes Seemüller und Magnus Stechele begeisterten an ihren Steirischen Harmonikas mit „Rock mi“ und einem Slawischen Bauerntanz.


Zeitungsbericht der MZ vom 26.07.2017, Autorin: Maria Schmid
Artikel im Onlineangebot der Augsburger Allgemeinen
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