Nano-Ausstellung

Gehört hat wohl schon jeder den Begriff Nano-Technologie. Was das aber genau ist und wo sie zu finden ist, das dürfte vielen unbekannt sein. So war es vor einem Jahr auch noch für die 29 Jungs der Klasse 10RA der Realschule. Ihre Physiklehrerin Nicole Hofmann hat ein Projekt mit dieser Zukunftstechnik initiiert, das der Schule große Anerkennung eingebracht hat.

Begonnen hatte alles im Februar 2016. Damals nahm Nicole Hofmann an einer Lehrerfortbildung am Deutschen Museum in München teil. Auch die Klasse des technischen Zweigs der Schule fand Gelegenheit, das Nano-Forschungslabor in München zu besuchen. Möglich gemacht hat das die Europäische Union mit ihrem Projekt „irrestible“. Ziel ist, junge Menschen Lust auf Technik zu machen. Der Besuch setzte in Mindelheim große Motivation frei. Ein viertel Jahr lang haben die 15-, bis 17-jährigen Burschen eine Ausstellung über die Nano-Technik aufgebaut, die sie dann auf dem Champagnatsfest erstmals öffentlich präsentiert hatten. Die Jugendlichen hatten sich in mehrere Arbeitsgruppen aufgeteilt und das Thema von Grund auf beackert.

Für diese Arbeit wurde die Klasse gleich mehrfach überregional ausgezeichnet. In Kiel landeten die Jugendlichen unter den zehn besten Schulen deutschlandweit. In Würzburg belegten die Mindelheimer den dritten Platz in Bayern. Unter den Realschulen waren sie sogar Sieger geworden. Als kleines Dankeschön durften sich die Jugendlichen über 300 Euro für die Klassenkasse freuen.



Lehrerin Nicole Hofmann (Mitte) freut sich mit ihrer zehnten Klasse der Maristen-Realschule über die überregionale Anerkennung der Nano-Ausstellung. Schulleiterin Maria Schmölz (2. von links hinten) ist stolz auf die Leistung der Schüler.


Die Ausstellung zeigt anschaulich, welche Chancen in der Nanotechnik stecken. Es handelt sich um kleinste Strukturen. Ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter. Lackierungen mit dieser Technik haben den Vorteil, dass sie Wasser abweisen, wie es die Lotus-Blüte versteht. In Kosmetika stecken sie, als Beschichtung auf Flugzeugen und auch in der Nahrung – etwa im Salz. Auch in der Medizin wird die Technik bei Herz-Pflastern bereits eingesetzt, erklärten auf einem Pressetermin die Schüler Markus Eisenburger und Alexander Beck aus der Klasse. Beide übrigens haben große Lust an Technik gefunden. Einer will nach der Schule Produktdesigner werden, der andere Bauzeichner.

Schulleiterin Maria Schmölz ist mächtig stolz auf ihre 29 Schüler der 10 RA und die Lehrerin, die das alles geschafft haben. Dabei wurde sie auch grundsätzlich. Realschulen seien in Bayern anspruchsvolle Bildungseinrichtungen. Die Schüler sollen befähigt werden, eigenständig zu forschen, neugierig auf die Umwelt einzugehen, Projekte anzupacken, im Team zu realisieren und zu präsentieren. All dies sei großartig mit dieser Ausstellung gelungen.


Zeitungsbericht der MZ vom 18.01.2017, Autor: Johann Stoll
Artikel im Onlineangebot der Augsburger Allgemeinen
Humanitäre Schule Jugend Forscht Sponsorenpool Bayern TUM School of Education JUNIOR Premium School Klasse im Puls